„Unser
Leben ist ein ständiger Kampf zwischen Kreuzen, und nur unter
diesen Kreuzen gedeihen heroische und edle Seelen.“
Olga
wurde in Chorodje, einem Dorf in der Provinz Lwow geboren. Sie ist
das älteste Kind von Maria und Roman Matskiw, die zur gehobenen
Bürgerschicht gehören. Ihr Vater hat eine leitende Stellung
bei der Bahn inne, ihre Mutter kümmert sich um den Haushalt.
Gegen
den Willen ihrer Mutter tritt Olga am 3. Mai 1938 ins griechisch-katholische
Kloster der Dienenden Schwestern in Krystynopil ein. Sie nimmt den
Namen Tarsykia an. Von Anfang an gibt sie sich als gute, bescheidene
und arbeitsame Person zu erkennen. In ihrer Berufung vergisst sie
dennoch nicht auf die, die ihr nahe stehen, sie betet für sie,
schreibt ihnen Briefe, in denen sie sie ihrer Liebe und Achtung
versichert. Sr. Tarsykia arbeitet als Handarbeitslehrerin sowie
im Haushalt, sie lehrt Kinder den Katechismus, dient Armen und Hungernden
tatkräftig und mit gutem Wort - denn die Armut steigert sich
von Tag zu Tag, je länger der Krieg dauert.
Die
Nachricht von der Verfolgung der Katholiken (die Bolschewiken vertreiben
ganze Ordensgemeinschaften und schicken Priester nach Sibirien)
erreicht auch Krystynopil. Trotz der drohenden Gefahr beschließt
Sr. Tarsykia zusammen mit 5 anderen Schwestern, im Kloster zu bleiben:
im Keller, der für den Fall eines Bombenangriffs vorbereitet
war.
Am
17. Juli 1944 erreichen die Bolschewiken Krystynopil. An diesem
Tag erwarten die Schwestern einen Priester zu Besuch. Als es an
der Tür läutet, geht Sr. Tarsykia, die an diesem Tag Pförtnerin
ist, um dem Priester zu öffnen. Ein Schuss fällt, Sr.
Tarsykia ist sofort tot. Der Soldat, der die 25-jährige Schwester
erschoss, antwortet einer ihrer Mitschwestern auf die Frage nach
dem Grund: „Weil sie eine Nonne war.“ Der Beichtvater,
P. Wolomir Kowalyk gestand, dass Sr. Tarsykia in Gnade gestorben
ist und ihr Leben für die Umkehr Russlands geopfert hat.
Sr.
Tarsykia Matskiw wurde am 27. Juni 2001 während des Besuchs
von Johannes
Paul II. in Lwow seliggesprochen.
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