„Viva
Cristo Rey!“
Miguel
wurde in Mexiko geboren. Er ist das 3. Kind von 11 Geschwistern
der Familie von Ingenieur Pro. Im Alter von 20 Jahren tritt er ins
Novizenkloster der Jesuiten in El Liano ein. 1910 bricht in Mexiko
der Bürgerkrieg aus, das Kloster wird geschlossen und Miguel
ist gezwungen, sein Studium im Ausland fortzusetzen.
1925,
im Alter von 34, wird er zum Priester geweiht. In dieser Zeit leidet
er an einer Magenkrankheit, die die Ärzte als unheilbar diagnostizieren.
P. Pro wird demnach nach Mexiko zurückgesandt, um seine letzten
Jahre im Vaterland bei seiner Familie zu verbringen. Als er 1926
nach Mexiko zurückkehrt, findet er sein Land im Konflikt zwischen
Staat und Kirche. Der Konflikt verschärft sich, als Plutarco
Elias Galles, ein bekannter Kirchengegner, den Präsidentenposten
übernimmt. Er strebt die Vergötterung der Person des Präsidenten
an. Mehr als 90% der Mexikaner sind Katholiken, also begibt sich
die Kirche „in den Untergrund“, wo sie ihre Mission
nicht offen erfüllen kann.
P. Pro geht seinen Pflichten als Priester unermüdlich nach.
Trotz des Verbotes, Sakramente zu erteilen, hilft er den Armen und
Verlassenen, die vom Staat verfolgt werden. Nach zweifacher Festnahme
wegen seiner Tätigkeit als Prediger, wird er das dritte Mal
auf vollkommen „absurde“ Weise verhaftet. Im November
1927 gibt es einen Anschlag auf den ehemaligen Präsidenten
Alvaro Obregon, der jedoch misslingt. Die Schuldigen werden jedoch
in einem Auto gefasst, das einmal Miguels Bruder gehört hatte.
Der Präsident gibt den Auftrag zur Erschießung beider
Brüder, obwohl er weiß, dass sie unschuldig sind.
Am
Morgen des 23. November 1927 wird das Urteil vollstreckt. P. Miguel
Pro breitet seine Arme aus wie auf einem Kruzifix und ruft im Moment
seines Todes: „Viva Cristo Rey!“ („Es lebe Christus,
der König“) und fügt hinzu: „Das Kreuz ist
meine Waffe. Mit ihr habe ich vor niemandem Angst.“ Sein Begräbnis
wird zu einer Demonstration der mexikanischen Katholiken gegen die
regierenden Henker des Priesters.
Am
25. September 1988 wurde P. Miguel Pro von Johannes Paul II. seliggesprochen
– ein Mensch, dessen einzige „Schuld“ sein Priesteramt
gewesen ist.
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